Mundwiler Juwelen
  

News

arrow
thinkstock_97504453_fb.jpg

Wasser marsch!

Alles zur Wasserdichtigkeit von Uhren

Manchmal stellt sich ja die Frage, ob eine Armbanduhr mit in die Dusche, Wanne oder den Pool darf oder sogar mit in die Tiefen des Meeres abtauchen kann. Damit die Uhren durchs Baden nicht aus dem Takt geraten, folgen nun einige nützliche Informationen.

Wer es gewohnt ist, eine Armbanduhr zu tragen, möchte auch im Urlaub oder in der Dusche nicht darauf verzichten. Ob es allerdings eine gute Idee ist, sie auch beim Schwimmen am Handgelenk zu tragen, verrät die Angabe zu ihrer Wasserdichtigkeit. Doch was bedeuten diese eigentlich? Vielleicht darf die Lieblingsuhr ja gar nicht baden gehen?

Meterangabe gleich Tiefe?!

Die Meter- bzw. Druckangaben der Uhrenhersteller führen leicht in die Irre. Denn die Meterangabe bei der Wasserdichtigkeit einer Uhr bezieht sich streng genommen nicht auf die Tauchtiefe, sondern auf den Druck, der sie ausgesetzt werden darf. Eine Uhr mit einer Wasserdichte von 3 bar (beziehungsweise der Angabe 30 Meter) sollte nicht schwimmen – und erst recht nicht 30 Meter tief tauchen. Die angegebenen Werte beziehen sich auf den Prüfdruck, dem die Uhr beim Testen der Wasserdichtigkeit ausgesetzt worden ist. Zwar entsprechen 3 bar dem Druck in einer Tiefe von 30 Metern – aber nur bei absoluter Bewegungslosigkeit. Doch schon beim Sprung in den Pool übersteigt der Druck auf die Dichtelemente der Uhr für einen kurzen Moment den Prüfdruck von 3 bar.

Das bedeuten die Druckangaben

Verträgt die Uhr einen Druck von 3 bar (30 Meter), ist sie zwar gegen Wasserspritzer und Regentropfen geschützt, sollte tunlichst aber nicht mit in den See springen, sondern vorher abgenommen werden. Ins flachere kühle Nass oder beim Duschen am Handgelenk bleiben dürfen Uhren, die die Druckangabe 5 bar (50 Meter) tragen. Sie können ein wenig mitschwimmen und dürfen beispielsweise mitsegeln. Richtig nass werden (allerdings nicht im allzu tiefen Wasser) dürfen Uhren ab einer Wasserdichtigkeit von 10 bar: Sie fahren mit Wasserski, halten Sprünge ins Wasser aus und dürfen im seichteren Wasser im Meer schnorcheln gehen. Ausgewiesene Taucheruhren wiederum haben meist eine Wasserdichtigkeit von 30 bar. Theoretisch hält sie dem Druck in einer Wassertiefe von 300 Metern aus – und da die maximale Tauchtiefe von Amateur- und Gerätetauchern zwischen 30 und 40 beträgt, darf die Uhr hier gerne mit.

Welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Beim Schwimmen im Pool oder Baden im Meer wirken noch weitere Faktoren auf die Wasserdichtigkeit der Uhr ein: So kann ein grosser Temperaturunterschied zwischen Wasser und Uhr einen Unterdruck erzeugen, Salzwasser macht auf Dauer die Dichtungen porös. Deshalb nach einem Bad oder einem Tauchgang im Meer die Uhr am besten nicht nur schnell abspülen, sondern mehrere Minuten in Süsswasser legen. Als Folge der verschiedenen Einflüsse kann die Uhr dann undicht werden. Dass die Wasserdichtigkeit einer Uhr im Laufe der Jahre abnimmt, ist allerdings grundsätzlich normal. Dafür verantwortlich ist einerseits der natürliche Verschleissprozess der Dichtungen, andererseits aber auch äussere Einwirkungen wie beispielsweise ein Schlag auf die Krone. 

Eine jährliche Prüfung – am besten vor dem Badeurlaub – garantiert hier Sicherheit. Schauen Sie gerne bei uns vorbei! Wir kontrollieren die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr und tauschen gegebenenfalls Dichtungen und andere nötige Teile aus.

arrow up