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Unser Stein des Monats: der Saphir

Ein facettenreicher Farbedelstein

Wer an einen Saphir denkt, hat meistens ein sattes, tiefes Blau vor Augen. Doch tatsächlich ist das Farbspektrum des Saphirs äusserst facettenreich. Es gibt ihn in allen Farben – ausser in Rot. Wir stellen unseren Stein des Monats vor.

Saphire zählen in der Schmuckbranche zu den klassischen Farbedelsteinen. So funkelnd und strahlend schön verzieren sie viele Schmuckstücke und verleihen ihnen eine besondere Eleganz. Wie zum Beispiel bei den beiden tollen Schmuckstücken, die Sie im Bild sehen können. Beide Ringe wurden in unserer Werkstatt selbst gefertigt und sind echte Unikate.

Was macht einen Saphir zu einem Edelstein?
Ausschlaggebend für die Einstufung als Edelstein ist zum einen der Härtewert, der anhand der zehnstufigen Mohsskala bestimmt wird. Weitere Kriterien sind die Seltenheit sowie die Transparenz und Reinheit der Farbe. Der Saphir hat eine Mohshärte von neun. Damit zählt er zu den härtesten Materialien und ist fast mit einem Diamanten vergleichbar. Aufgrund seiner Härte ist der Edelstein sehr robust und wenig anfällig für Kratzer. Auch seine Seltenheit, Transparenz und Farbreinheit bestätigen den Saphir als Edelstein.

Das Farbspektrum und die Namensgebung des Saphirs
Saphire gehören gemeinsam mit den Rubinen zur Edelsteingruppe der Korunde. Die Unterscheidung erfolgt einzig anhand der Farbe. Während Rubine ausschliesslich rote Korunde sind, zählen alle andersfarbigen Korunde zu den Saphiren. Das überrascht auf den ersten Blick, da Saphire am häufigsten in verschiedenen Blautönen existieren und das Wort Saphir auf Griechisch «blau» bedeutet. Begründet ist dies darin, dass die Bezeichnung Saphir früher für verschiedene blaue Edelsteine verwendet wurde. Erst um 1800 wurde erkannt, dass sowohl der Rubin als auch der Saphir  ein Korund ist, weshalb der Name konkretisiert wurde. Seither wird nur noch der tatsächliche Saphir auch als solcher bezeichnet.

Neben blauen Farbtönen gibt es Saphire allerdings auch in vielen anderen Farben wie Schwarz, Rotviolett, Grün, Gelb und Orange oder als farblose Vertreter. Um einen Saphir bei der Farbenvielfalt eindeutiger bestimmen zu können, wird die Farbe des Edelsteins als Namenszusatz verwendet. Und zwar immer dann, wenn es sich um einen nicht blauen Saphir handelt – zum Beispiel: grüner Saphir.

Farbige Saphire, die nicht blau sind, werden in ihrer Gesamtheit auch Fancy Saphire genannt. Farblose Saphire werden als Leukosaphire bezeichnet.

Schliffe und Fundorte von Saphiren
Die Reinheit des Saphirs entscheidet darüber, welcher Schliff angewendet wird. Für klare und reine Saphire kommt in den meisten Fällen der Facettenschliff zur Anwendung. Dieser bringt die Pracht und Schönheit des Steins optimal zur Geltung, wie man an den beiden oben abgebildeten Schmuckstücken erkennen kann. Das Bild zeigt zwei Unikate aus der Mundwiler Werkstatt. Saphire von mittel- bis dunkelblau gehören zu den wertvollsten Saphiren.

Sternsaphire sind weniger rein. Durch eine Einlagerung, Rutilnadeln genannt, entstehen sechsstrahlige Lichterscheinungen, die an Sterne erinnern und dem Edelstein daher seinen Namen geben. Um dieses Phänomen besonders zu betonen, werden diese in der Regel zu runden Cabochons glatt geschliffen.

Die Hauptfundorte von Saphiren sind Thailand, Montana/USA, Kaschmir/Indien, Sri Lanka, Madagaskar, Australien und Nigeria.

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