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Eine mechanische Uhr ist eine höchst präzise kleine Maschine, die ganz Erstaunliches leisten muss. So läuft das Uhrwerk bei täglichem Gebrauch vom 1. Januar bis zum 31. Dezember pausenlos, das heisst "rund um die Uhr". Dabei schwingt die Unruh eines modernen Schweizer Uhrwerkes stündlich 28 800 mal hin und zurück. Würden Sie die Winkelstrecke, die ein Punkt auf dem Unruhreif zurücklegt, auf das 16-Zoll-Rad eines PKW übertragen, so kämen Sie etwa auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h. Nach 8760 Betriebsstunden (365 mal 24) ergäbe das eine Strecke von 788 400 Kilometern im Jahr.
Dieser Beanspruchung hielte kaum ein Automotor stand. Damit Ihre Uhr das schafft, deren Unruhzapfen gerade einmal 0,12 mm (das Doppelte eines Menschenhaares) messen, empfehlen wir Uhrmacher Ihnen eine Überholung der Uhr nach etwa fünf Jahren. Bis dahin werden 1'261'440'000 Halbschwingungen zusammengekommen sein. Das entspricht nach unserem Beispiel 3'942'000 Kilometern, etwa dem 100-fachen des Erdumfanges oder mehreren Reisen zu Mond und zurück. Ihre Uhr ist eine der leistungsfähigsten Maschinen der Welt und hat sich jetzt eine Kur redlich verdient.
Grundsätzlich gilt, dass alle Uhren je nach Tragehäufigkeit in regelmässigen Abständen einer Revision unterzogen werden sollten. Hierbei wird die Uhr in alle Einzelteile zerlegt, gereinigt und geölt, verschlissene Teile und Dichtungen ausgetauscht, das Gangverhalten geprüft und wieder zusammengesetzt. Ausserdem wird das Gehäuse im Rahmen des Möglichen aufgearbeitet. Zyklus für mechanische Uhren: alle 4 - 6 Jahre Zyklus für quarzgesteuerte Uhren: alle 6 - 8 Jahre Die Wasserdichtigkeit sollte aber unabhängig davon öfter, d.h. jährlich geprüft werden.
Wir unterziehen Ihre Uhr gerne einem Check-up, um zu prüfen, ob eine Revision notwendig ist oder nicht.
heisst eine Uhr mit einer zusätzlichen Kurzzeitmesseinrichtung zur sekundengenauen Erfassung bestimmter Zeiträume mittels eines Drücker-Mechanismus.
heisst eine Uhr, deren Uhrwerk einer 15-tägigenChronometerprüfung durch die C.O.S.C. (Contrôle officiel suisse des chronomètres) unterzogen wurde. Diese Zertifizierung bestätigt eine hohe Ganggenauigkeit. Übrigens: ein Chronograph kann zusätzlich auch ein Chronometer sein.
ist ein Zierschliff auf dem Uhrwerk in Form von breiten, geraden Streifen.
ist eine Uhr, die zusätzlich zu den Kalenderanzeigen, wie Datum, Wochentag, Monat und Mondphase einen komplizierten Mechanismus besitzt, der ohne manuelle Korrekturen über nahezu 100 Jahre die unterschiedlichen Monatslängen und Schaltjahre des gregorianischen Kalenders auf das Genaueste berücksichtigt und wiedergibt.
nennt man die Funktion, die die verbleibende Energie der Triebfeder bis zu deren vollständiger Entspannung in Stunden oder Tagen anzeigt.
sind gehärtete Stahlschrauben, die durch Erwärmen auf etwa 290°C entspannt werden und dadurch eine tiefblaue Farbe annehmen.
ist das Gravieren von Zifferblättern, mit gebogenen, sich kreuzenden Linien in dichtem, sehr präzisem Abstand und in unterschiedlichen Mustern. Ein guillochiertes Zifferblatt macht eine Uhr edler.
bezeichnet eine traditionell dezentrale Sekundenanzeige auf dem Zifferblatt.
oder Komplikationen sind zusätzliche Mechanismen, die über die reine Zeitanzeige hinausgehen. So bezeichnet man zum Beispiel eine Uhr mit Ewigem Kalender oder Gangreserveanzeige als eine Uhr mit einer Komplikation.
(von lat. manu factum = von Hand gemacht) ist im uhrmacherischen Sinne ein Uhrenhersteller, die den grössten Teil der Einzelteile ihrer Uhren selbst herstellen. Rolex, Jaeger-LeCoultre und Blancpain sind beispielsweise Manufakturen.
bezeichnet ein Uhrwerk, das in einer Manufaktur (s.o.) konstruiert und hergestellt wurde. Für den Uhrenliebhaber bedeutet dies, dass exakt dieses Werk nur in Uhren der Manufaktur verwendet wird und somit hochwertiger ist.
ist eine Regulierungseinrichtung zur Einstellung des genauen Ganges einer Uhr, bei der das Rückstellmoment für den Rückerzeiger zur genauen Justierung durch eine Feder erzeugt wird, welche die Form eines Schwanenhalses hat.
("fliegend") bezeichnet eine Konstruktion zum Ausgleich der durch Erdanziehungskraft hervorgerufenen Gangabweichungen. Hierbei sind Unruh und Hemmung in einem filigranen Stahlkäfig angeordnet, welcher sich gleichmässig um die eigene Achse dreht und einseitig gelagert ist (fliegende Lagerung). Die Herstellung eines Tourbillons stellt eine höchste uhrmacherische Meisterleistung dar, welche nur von ganz wenigen echten Manufakturen beherrscht wird.

